Was Ihr schon immer über Pferde, deren Natur und Nutzung wissen wolltet, aber nie so richtig rausbekommen konntet – diese Seite richtet sich auch und vor allem an neugierige Kids
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Antonia Richter aus Dresden fragt: Wissen die Pferdekinder eigentlich, wer ihre Eltern /Großeltern sind und umgekehrt?

Antwort: Pferdemütter bleiben mit ihren Töchtern oft ein Leben lang befreundet, während die Söhne etwa 3 Monate vor der Geburt des nächsten Geschwisterkindes weggeschubst und auch gebissen werden. Bis zur Geschlechtsreife dürfen in der Natur die männlichen Nachkommen noch in der Nähe ihrer Mutter (und damit auch des Vaters) bleiben, dann werden sie vom Leithengst gnadenlos weggejagt. Sie schließen sich Junghengstherden an, wo sie sehr viel spielen und dafür trainieren, einmal selber Leithengst zu werden.
Hengste können ihre eigenen Fohlen nicht von denen anderer Rivalen unterscheiden. Es wird vermutet, dass Väter ihre erwachsenen Söhne am Geruch erkennen, denn sie gehen bei Rangkämpfen oftmals sanfter miteinander um, als mit nicht verwandten Hengsten.
Wenn ein Leithengst eine tragende Stute von einer anderen Herde übernimmt, dann ist das fremde Fohlen in der neuen Herde genauso gut aufgehoben und beschützt wie in der Herde, die sein biologischer Vater anführt. Hengste interessieren sich auch nur sehr wenig für Fohlen, sie beachten i.d.R. nur die Stuten. Mit Fohlenerziehung wären sie auch überfordert; denn Leithengst sein, ist ein echter "Knochen- und Nervjob".